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Dezember 2025

Januar 2025

Liebe Grünfink-Freundin, lieber Grünfink-Freund

Es ist so weit – unser erster Newsletter flattert zu Dir! 

Zuerst einmal: Ein riesiges Dankeschön für die vielen Anmeldungen, das Ausfüllen unserer Umfrage «wie soll es mit dem Pflanzenfreund weitergehen» und die grossartigen Anregungen. Wir sind überrascht und begeistert, dass unser Projekt auf so viel Interesse stösst. Das ist mega motivierend und gibt uns Rückenwind!

Aber um so richtig losfliegen zu können, braucht es eine Flugroute – und etwas Abstand zum Ende 2024 eingestellten Pflanzenfreund, in den wir viel Herzblut investierten.

Jetzt müssen wir uns nach einem neuen Futterhäuschen umsehen – denn ohne die nötige Finanzierung geht’s nicht. Und halbbatzig schon gar nicht. Aber schon jetzt ist klar: Wir wollen eine begeisterte Grünfink-Community aufbauen. Ideen haben wir genug, jetzt geht es darum, ein Konzept zu entwickeln, mit dem wir Stiftungen und Sponsoren überzeugen können. Denn nur ein bequemes Nest bietet wilden Gärtnerinnen und Federvieh ein schönes Zuhause.

Wie es weitergeht? Bis zum Sommer sammeln wir Ideen und legen die Flugroute fest. Und dann wird hoffentlich der perfekt Moment kommen, um abzuheben.

Also bleib dran! Wir sind noch mit dem Nestbau geschäftigt, damit der Grünfink flügge werden kann.

Bis dahin wünschen wir Dir eine angenehme Winterruhe – verbringe sie gut aufgeplustert!

Deine Grünfinkinnen
Tanja, Judith und Katharina

PS: Übrigens, es haben sich über 600 Grünfink-Fans für unseren Newsletter angemeldet – wie cool ist das denn?

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Liebe Grünfink-Community

Bevor ich euch erzähle, wie es um unseren kleinen Vogel steht, möchte ich euch an einen Ort mitnehmen, der mir kürzlich besonders gutgetan hat: den Botanischen Garten Zürich – ein wunderbarer Zufluchtsort, wenn es draussen grau, nass und kalt ist. Zwischen Tropenhauswärme, Laubgeraschel und Sukkulentenstille bin ich auf zwei NATURWUNDER gestossen, die mich innehalten liessen. Sie zeigen, wie raffiniert, überraschend und manchmal fast poetisch die Natur Lösungen findet.

Da wäre zum einen der Stern von Madagaskar – nicht zu verwechseln mit dem anderen berühmten Stern, der zur Weihnachtszeit seinen Auftritt hat. Diese Orchidee ist auf einen einzigen Nachtfalter angewiesen, dessen ungewöhnlich langer Rüssel tief genug reicht, um die Blüte zu bestäuben.

Und dann gibt es die Baum-Osterluzei, deren Blüte direkt aus dem Stamm wächst und sich als Pilz tarnt, um ihre spezialisierten Bestäuber anzulocken. Ein kleines, stilles Meisterstück der Anpassung.

Beide Naturwunder funktionieren nur, wenn der «Match» stimmt – wenn Pflanze und Tier in einem seltenen, aber perfekten Zusammenspiel aufeinandertreffen.

Genau so fühlt es sich gerade beim Grünfinken an. Zwei der drei Finkinnen sind weitergezogen – jetzt ist noch eine am Start. Sie sichert ihr Nest, legt Vorräte an und sortiert zwischendurch ihr Gefieder. Denn nur ein gestärkter Fink kann im Frühling wieder ausfliegen – hoffentlich mit neuen Ideen und einem weiteren Naturwunder im Gepäck.

Und vielleicht braucht es – wie beim Stern von Madagaskar oder dem Baum-Osterluzei – einfach Geduld, bis der richtige Moment, das richtige Gegenüber oder eben der perfekte Match entsteht, damit etwas weiterwachsen kann.

Bis dahin gilt – der Grünfink ist noch nicht flügge. Aber er lebt – und er gibt nicht auf. Darum, vorerst, die ehrliche Wahrheit:

Ich habe zwar viele Ideen – aber noch keinen konkreten Plan, den ich euch präsentieren könnte. Noch kein Wunderkonzept, mit dem man Sponsoren begeistert. Geschweige denn ein Futterhäuschen, das uns zuverlässig durch die nächsten Jahre bringt. (Und halbbatzig machen wir’s ja bekanntlich nicht …)

Aber eines aus unserer Ursprungsidee ist geblieben: Wir wollen weiterhin eine begeisterte Grünfink-Community sein. Die Vision lebt – auch wenn der Vogel gerade auf nur einem Bein steht.

Danke, dass ihr weiterhin mit mir im Gebüsch sitzt, geduldig wartet, ab und zu piepst – und an dieses kleine, eigensinnige Projekt glaubt.

Wir hören uns im Frühling wieder.
Versprochen.

Federleichte Grüsse
Tanja – die letzte verbliebene Grünfinkin

PS: Bleibt mit mir in Kontakt – schreibt mir, macht euch bemerkbar. Vielleicht habt ihr Ideen für Kooperationen, gemeinsame Projekte oder gar Baupläne für ein neues Vogelhäuschen.

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